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Christian Friedrich Gille "Sumpfgewächse am Wasser". Um 1870/1880.

Sold for €5,000 at Schmidt Kunstauktionen Dresden OHG on Jun 20, 2026.

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Christian Friedrich Gille 1805 Ballenstedt/Harz – 1899 Dresden Öl auf Papier, nachträglich vollflächig auf Hartfaser montiert. Unsigniert. In einem breiten, goldfarbenem Rahmen, mit durchscheinender, dunkelroter Grundierung und organisch strukturierter Oberfläche und profilierter Sichtleiste. Mit einer schriftlichen Authentizitätsbestätigung von Dr. Gerd Spitzer vom 8. Januar 2017. Abgebildet in: Gerd Spitzer: Christian Friedrich Gille. Malerische Entdeckung der Natur. Petersberg 2018. Tafel 85. "In manchen der späten Studien hat Gille den Kontrast von Nähe und Ferne, von Schärfe und Unschärfe so weit ausgespielt, dass dieses Verfahren, das man auch als einen Dialog der Differenzen bezeichnen könnte, noch nachdrücklicher seinen bildlichen Eigenwert erhält. Die "Sumpfgewächse am Wasser" entfalten erst vor dem breitflächigen und summarisch wiedergegebenen Hintergrund ihren ganzen Reiz, indem die graphisch-linearen Formen gegen malerisch-flüssige Partien gesetzt sind. Zugleich jedoch wird in beiden, die äußere Form recht unterschiedlich abbildenden Bereichen eine eigene Untersuchung der Farberscheinungen in ähnlich differenzierter Weise vorkommen." (zitiert nach Gerd Spitzer, S. 184f). Christian Friedrich Gille 1805 Ballenstedt/Harz – 1899 Dresden Ab 1825 begann Gille sein Studium an der Dresdner Kunstakademie bei dem Landschaftskupferstecher Johann G. A. Frenzel. Von 1827–30 war er Atelierschüler bei Johan Christian Clausen Dahl, der ihn in der Landschaftsmalerei unterrichtete. Durch Vermittlung und Fürsprache Dahls erwarb Gille in den frühen 1930er Jahren erste Aufträge als Kupferstecher, unter anderem für die "Bildchronik" des Sächsischen Kunstvereins. Parallel dazu arbeitete er mit dem Lithographen Ludwig Theodor Zöllner zusammen, der ihn in die neue Technik einlernte. Sein Interesse für die Malerei gab Gille in jener Zeit jedoch keineswegs auf. In intensiven Studien entstanden zahlreiche kleine Ölskizzen und Zeichnungen, die in späteren Jahren zudem von großformatigen Arbeiten bereichert wurden. Seinen Lebensunterhalt konnte er durch sein umfangreiches, malerisches Oeuvre jedoch nie gänzlich allein bestreiten, sodass er weiterhin als Grafiker und zeitweise auch als Zeichenlehrer tätig war.

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