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Caspar Netscher um 1639 Heidelberg oder Prag (?) – 1684 Den Haag Theodor Lazer Erwähnung 1871 Öl auf Leinwand, oben rund. Verso mit einem Etikett auf der o. Keilrahmenleiste, darauf alt in Tusche signiert und bezeichnet "Theodor Lazer / Dresden / Seilergasse No./.7.III". In einem prunkvollen, goldfarbenen Stuckrahmen mit umlaufender, breiter Blattornamentik und partiell versilberten und mit Goldlack versehenen Profilen. Zur Vorlage vgl.: Caspar Netscher "Musizierendes Paar", 1666, Öl auf Eichenholz, oben rund, 59,5 x 46 cm, Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gal.-Nr. 1349. Caspar Netscher um 1639 Heidelberg oder Prag (?) – 1684 Den Haag Wohl niederländischer Maler und Zeichner deutscher Herkunft. Die Mutter Netschers floh während des Dreißigjährigen Krieges in die Niederlande. Netschers Vormund in Arnhem erkannte und förderte dessen Interesse an der Kunst. Wohl Lehre beim Porträt- und Genremaler Hendrick Coster in Arnhem. 1654 von dem Lizenzmeister Willem Everwijn in die Werkstatt Gerard ter Borchs nach Deventer vermittelt. Anschließend Umzug nach Den Haag und Arbeit als Kopist. 1659 Reise mit dem Schiff Richtung Italien. Heirat in Bordeaux und 1662 Rückkehr nach Den Haag. Im selben Jahr Eintritt in die dortige Malergilde Pictura. Im Frühwerk vor allem Genrebilder, später überwiegend Repräsentationsbildnisse. 1674 Porträt des jungen Wilhelm III., damals noch Prinz von Oranien und Statthalter der Niederlande, späterer König von England.