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PETER MAKOLIES (geb. 1936 in Königsberg (Preußen), tätig in Dresden) Judith und Holofernes, 1989 Französischer Kalkstein. 106 x 16 x 24 cm. Unten signiert und datiert (19)89. Provenienz: Privatbesitz Alsbach-Hähnlein Peter Makolies wurde 1936 in Königsberg (Preußen) geboren und ist ein bedeutender deutscher Bildhauer und Künstler, der vor allem in Dresden tätig ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich Makolies in Dresden nieder, wo er eine prägende künstlerische Ausbildung erhielt. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und war Mitglied der renommierten Künstlergruppe der „Dresdner Sezession 89“. Sein Werk ist stark von der klassischen Bildhauerei inspiriert, wobei er moderne und traditionelle Elemente miteinander verbindet. Makolies ist vor allem für seine Arbeiten in Stein und Bronze bekannt, die durch ihre klare Formensprache und symbolische Tiefe bestechen. Seine Skulpturen und Plastiken sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagierte sich Makolies auch in der Lehre und prägte so eine neue Generation von Künstlern. Peter Makolies hat nur in Ausnahmefällen in Kalkstein gearbeitet - das vorliegende Werk nimmt innerhalb seines plastischen Œuvres daher eine besondere Stellung ein. Der weiche, helle Stein ermöglicht hier eine differenzierte Oberflächenbehandlung zwischen glatt geführten Körperpartien und bewusst stehen gelassenen, rauen Zonen am Block. Die Figur erscheint auf den ersten Blick ruhig und in sich gekehrt. Der leicht geneigte Kopf, der erhobene Arm und die geschlossene Körperhaltung verleihen ihr eine beinahe meditative Anmutung. Erst der Titel verweist auf den dramatischen Hintergrund: Judith, die biblische Heldin, die den assyrischen Feldherrn Holofernes enthauptet, um ihr Volk zu retten. Als Interpretation eines großen ikonographischen Themas ist „Judith und Holofernes“ ein Werk von besonderem Rang innerhalb des Schaffens von Peter Makolies.