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Lot description
Albert Wigand 1890 Ziegenhain/Hessen – 1978 Leipzig Kohlestiftzeichnung auf Zeichenkarton. U.re. signiert und datiert "Wigand 39". Auf Untersatzkarton montiert, darauf bezeichnet von fremder Hand in Blei. Verso bezeichnet in Blei und Kugelschreiber von fremder Hand. Im Passepartout, darauf in Blei von fremder Hand bezeichnet. Nicht im WVZ Grüß-Wigand. 1939 reiste Wigand nach Böhmen und hielt sich u. a. in Wellemin auf. Den selben Innenraum zeigt eine weitere, sehr ähnliche Zeichnung (WVZ Grüß-Wigand B-1939/36). Albert Wigand 1890 Ziegenhain/Hessen – 1978 Leipzig Bis 1913 Studium an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf bei Lothar von Kunowski. Ab 1913 im Schülerkreis des Malers Otto Ubbelohde tätig. Während des Ersten Weltkriegs als Sanitäter in Frankreich. 1916 erste Ausstellung im besetzten nordfranz. Rethel, initiiert von Walter Kaesbach. 1925 Übersiedlung nach Dresden, wo er 1930–43 als Schaufenstergestalter arbeitete. Parallel Aktstudium bei Woldemar Winkler. In den 1930er Jahren entwickelte Wigand einen eigenen lyrischen Expressionismus. Zeichnungen von Dorf- und Straßenszenen in Böhmen, im Erzgebirge und in der Lausitz prägen sein Oeuvre, das nach 1945 durch malerische Stillleben Ergänzung erfuhr. Seine frühen Arbeiten setzte er zudem zu Collagen zusammen, die eine zeitliche Einordnung noch heute erschweren. Sein Spätwerk wiederum zeichnet sich durch eine Annäherung an den Realismus in reduzierter Farb- und Formensprache aus.