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Theodor Grust 1859 Meißen – 1919 ebenda Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen Porzellan, glasiert, polychrome Scharffeuerbemalung. Die Tasse unterseits mit der Schwertermarke und "52" in Unterglasurblau, geprägter Modell-Nr. "s190" sowie Präge-Nr. "87". Die Untertasse unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau, geprägter Modell-Nr. "s190" sowie Präge-Nr. "69". Ausformungszeitraum: 1902–1923 (Tasse), um 1930/40 (Untertasse). Lit.: Gisela Haase (Hrsg.): Jugendstil in Dresden. Aufbruch in die Moderne. Dresden 1999. S. 243, KatNr. 243. "Die Gestaltung von Form und Dekor dieses Services war Theodor Grusts erster Versuch, ein Gebrauchsgeschirr zu entwerfen. Zeitgleich zur Präsentation auf der Dritten Deutschen Kunstgewerbeausstellung Dresden 1906 hob die Kritik das Ornament mit Dreiblattmotiv sowie die Henkel hervor, die ''vor leichtem Abbrechen […] in logischer Modellierung mehrfach gestützt'' wurden, wobei die Gestaltung keramtechnisch problematisch bleibt." (zitiert nach: Alfred Ziffer, ebenda, S. 243). Theodor Grust 1859 Meißen – 1919 ebenda Begann 1878 Studium an der Dresdner Akademie bei Th. Grosse und setzte es 1889 in München fort. Nach Reisen durch Belgien und Holland ließ er sich 1909 wieder in Meißen nieder. Sein Oeuvre zeichnet sich vor allem durch Genremalerei aus, daneben schuf er auch Entwürfe für die Meißner Porzellanmanufaktur. Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen Nach der Erfindung des europäischen Hartporzellans durch Johann Friedrich Böttger 1710 von August dem Starken als erste Porzellanmanufaktur in der westlichen Welt gegründet. Bis 1863 befand sich die gesamte Produktion auf der Meißener Albrechtsburg, um dann in das neu angelegte Fabrikgebäude im Triebischtal umzuziehen. Ihre große Blüte erlebte die Manufaktur in den Jahren um 1720 bis 1750, verbunden mit den Namen Johann Gregorius Höroldt (Malerei) und Johann Joachim Kändler (Plastik).