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Frederik de Moucheron, Landscape with Bentheim Castle. Important painting of the heritage of Maria Adelphine, Princess of Bentheim. 3th quarter 17th cent.

Sold for €15,000 at Schmidt Kunstauktionen Dresden OHG on Nov 8, 2025.

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Frederik de Moucheron 1633 Emden – 1686 Amsterdam Maria Adelphine Josephine Gertrude Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt 1866 Hannover – 1942 Dresden Jacob Isaakszon van Ruisdael um 1628 Haarlem – um 1682 ebenda Nicolaes Claesz Pietersz. Berchem (Berghem) um 1620 Haarlem – 1683 Amsterdam Oil on canvas. Signed "FMoucheron'' lower left. In a 19th-century gold coloured frame. Provenance: Saxon private collection; Walter Porth, 1987 (nephew of Princess of Bentheim); Maria Adelphine Princess of Bentheim, died 1942. Accompanied by the original will of Maria Adelphine Josephine Gertrude Princess of Bentheim and Steinfurt, née Porth (widow of Prince Georg of Bentheim) dated 15th October 1941. See also: Nicolaes Berchem "Landscape with Bentheim Castle'', 1656, oil on canvas, 138 x 103 cm, Dresden State Art Collections, Old Masters Picture Gallery, gallery no. 1481. The painting is registered as an autograph work by Frederik de Moucheron in the RKD database images under no. 344366. We would like to thank Mrs Ellis Dullaart, MA, Curator Dutch and Flemish Old Master Painting, RKD, The Hague, for kind information and confirmation of authenticity. Öl auf Leinwand. Signiert "FMoucheron" u.li. In einem goldfarbenen Rahmen des 19. Jh. mit Kymata und Perlstab-Ornamentik, die Hohlkehle mit Applikationen. Auf der re. Außenseite des Rahmens in rotem Pinselaltbezeichnet "6 M.". Provenienz: Sächsischer Privatbesitz; Walter Porth, 1987 (Neffe der Prinzessin zu Bentheim); Maria Adelphine Prinzessin zu Bentheim, verstorben 1942. Beigefügt das Original-Testament von Frau Maria Adelphine Josephine Gertrude Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt, geb. Porth (Witwe des Prinzen Georg zu Bentheim) vom 15. Oktober 1941. Das Gemälde ist als eigenhändiges Werk Frederik de Moucherons in der RKD-Datenbank images unter der Nr. 344366 registriert: https://rkd.nl/images/344366 Wir danken Frau Ellis Dullaart, MA, Curator Dutch and Flemish Old Master Painting, RKD, Den Haag, für freundliche Unterstützung. Vgl. motivisch: Nicolaes Berchem "Landschaft mit Schloss Bentheim", 1656, Öl auf Leinwand, 138 x 103 cm, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Gal.-Nr. 1481. Vgl. Zeichnungen Moucherons vom Schloss Bentheim und der Umgebung in: Atlas Blaeu-Van der Hem, Bd. 28–29, hier insbesondere fol. 134–135, 136–137 und Nr. 17. Geographiae Blavianae volumen, Laurens van der Hem, Joan Blaeu, Amsterdam 1662–1678, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Signatur: 389030–F. Lit.: Nils Büttner, Gerd Unverfehrt, Jacob van Ruisdael: Jacob van Ruisdael in Bentheim: ein niederländischer Maler und die Burg Bentheim im 17. Jahrhundert. Bielefeld 1993. darin: Katalog Burg Bentheim in Ansichten des 16. bis 18. Jahrhunderts. Quentin Buvelot: Koninklijk Kabinet van Schilderijen Mauritshuis Mauritshuis in focus . – 22 (2009), H. 1. 2009. Quentin Buvelot: Jacob v. Ruisdael schildert Bentheim. Zwolle 2009. Yvonne Bleyerveld, Quintin Pellegrom, Nelleke de Vries Enschede Rijksmuseum Twenthe: Onderweg naar Bentheim: tekenreizen door Twente in de zeventiende en achtiende eeuw. Zwolle 2023. ONDERWEG NAAR DRESDEN FREDERIC DE MOUCHERON Bereits innerhalb Moucherons eigenem Werk ist die vorliegende Ansicht herausstehend und von großer kunsthistorischer Bedeutung. Unter etwa 200 bekannten Gemälden Moucherons -italienisierenden und heroischen Landschaftskompositionen- finden sich keine konkret verortbaren Ansichten. Im Kontrast zu einem sehr großen malerischen Werk hinterlässt Moucheron kaum biographische Quellen. Sechs in dem "Atlas van der Hem" erhaltene Zeichnungen bilden die einzig umfassendere Quelle zu seinem Schaffen – sie zeigen eben Motive der Grafschaft Bentheim. So ist das Gemälde nicht nur nach der Darstellung einer konkreten Architektur höchst selten, sondern wohl das einzige Werk, zu dessen Entstehung eine tatsächliche eigene Reise Moucherons dokumentiert ist. RUISDAEL SCHILDERT BENTHEIM Die Burg Bentheim ist ein zentrales Architektur-Motiv der barocken europäischen Malerei. Jacob Isaakszon van Ruisdael und Nicolaes Berchem, neben Nicolas Poussin die beiden wichtigsten Protagonisten der Entwicklung der europäischen Landschaftsmalerei, bereisten die Grafschaft Bentheim zweifach, in den 1650er sowie 1660er Jahren. Die Burg Bentheim wurde zentraler Bildgegenstand der aus diesen Reisen inspirierten Werke – allein 30 Gemälde widmete Ruisdael diesem bevorzugten Motiv. Schließlich wird Bentheim Pate stehen für das Ruisdael''sche Element der in der Ferne entrückten Burg, das sich der Mitte des Jahrhunderts in den Kompositionen seiner Ideallandschaften findet. Sehr vergleichbar zu Moucheron ist das malerische Werk Nicolaes Berchems, in ähnlichem Umfange überliefert, ganz den idealisierten, italianisierenden Landschaften mit Ruinenstaffage verschrieben. Kaum eine einzige identifizierbare Darstellung findet sich darunter. Nur ein Motiv sticht auch hier heraus – die Burg Bentheim. Das Gemälde befindet sich -welch kuriose geschichtliche Koinzidenz- in den Gemäldesammlungen Dresden. Eine für Johann Christian Klengel belegte Kopie Berchems Bentheim-Ansicht unterstreicht die Strahlkraft dieses Motivs. Entsprechend einem nahezu identischen Bildaufbau, der Einordnung eines Hohlweges und Figurenstaffage in den linken Bildvordergrund und schließlich einer identischer Blickachse auf das Schloss scheinen die beiden Künstler des anderen Werk gekannt zu haben? Nun sind aber, entgegen der in der Zeit durchaus üblichen gegenseitigen Werkrezeption, für beide Künstler die eigenen Reisen nach Bentheim belegt. Gibt es die biografische Schnittstelle Moucherons und Berchems – einen künstlerischen Austausch? Weder die vielzähligen Monographien zu Bentheim noch die umfassenden Datenbestände des niederländischen Kunsthistorischen Instituts in Den Haag bieten, abseits der sechs Zeichnungen Moucherons, detailliertere Quellen zu Moucherons Schaffen. Das bisher unpublizierte und der jüngeren Forschung zu Bentheim unbekannte Gemälde bildet ein wichtiges Schlüsselstück für die Kontextualisierung von Ruisdaels Einfluss in der Entwicklung der europäischen Landschaftsmalerei und gleichzeitig einen wichtigen biografischen Beleg zu Frederic Moucherons Oeuvre. Die direkte Provenienz aus dem Besitz der Maria Adelphine Prinzessin zu Bentheim und das erhaltene Testament steigern diese Unmittelbarkeit. Frederik de Moucheron 1633 Emden – 1686 Amsterdam Frederik de Moucheron war französischer Herkunft, Sohn des Malers Balthazar de Moucheron. Sein Vater ist im Familienporträt von Pierre de Moucheron "Portrait of Pierre de Moucheron and his family" (Rijksmuseum SK-A-1537) dargestellt. Frederik lernte bei Jan Asselijn. 1656 reiste er nach Frankreich, wo er drei Jahre verbrachte. Danach Rückkehr nach Amsterdam. Er malte hauptsächlich französische, italienische und niederländische Landschaften, in welchen seine auf Figurenmalerei spezialisierten Kollegen wie z. B. Adriaen van de Velde, Johannes Lingelbach und Nicolaes Pieterszoon Berchem die Figuren hinzufügten. Frederiks Sohn Isaac war Rembrandtschüler und ebenfalls ein erfolgreicher Maler und Graveur. Maria Adelphine Josephine Gertrude Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt 1866 Hannover – 1942 Dresden Geborene Porth, durch Herzog Ernest II, Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha zur Freifrau von Althaus. Im April 1889 Heirat mit Prinz Georg zu Bentheim u. Steinfurt (1851 -1939), Oberstleutnant. Jacob Isaakszon van Ruisdael um 1628 Haarlem – um 1682 ebenda Niederländischer Landschaftsmaler, Zeichner und Radierer. Sohn des Landschaftsmalers und Rahmenbauers Isaack van Ruisdael, Neffe von Salomon van Ruysdael. Ausbildung wahrscheinlich bei seinem Vater. 1648 Eintritt in die Haarlemer Lukasgilde. Vermutlich mehrfach Reisen ins deutsch-niederländische Grenzgebiet. 1655 Umzug nach Amsterdam. 1657 Mitglied der reformierten Kirche. Ruisdael war, vermutlich nur für kurze Zeit, auch als Arzt tätig. Seine Werke sind in zahlreichen internationalen Museen ausgestellt, z.B. in der Eremitage in Sankt Petersburg, im Museum of Fine Arts in Boston und in der Dresdner Gemäldegalerie. Nicolaes Claesz Pietersz. Berchem (Berghem) um 1620 Haarlem – 1683 Amsterdam Bereits in jungen Jahren durch seinen Vater Pieter Claesz. in der Malerei unterrichtet. Danach Lehre bei Jan van Goyen, Klaas Moyaert, Pieter Fransz de Grebber, Jan Baptist Weenix und Jan Wils. Verarbeitete die erdigen und reduzierten Landschaftsbilder der damaligen niederländischen Malerei. Tritt im Juni 1642 der Haarlemer Lukasgilde bei. In den 1640er/50er Jahren verstärkt Italienbezug und vermehrt koloristische Farbgebung in seinen Landschaften. Anstatt Historienmalerei Fokussierung auf Hirten- und pastorale Themen. 1677 Umsiedelung nach Amsterdam.

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