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Balthasar van der Ast

Sold for CHF 95,000 at Koller Auctions on Sep 19, 2025.

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BALTHASAR VAN DER AST (Middelburg circa 1593–1657 Delft) Still life with grapes, cherries, apricots and apples in a fruit basket alongside roses, tulips, currants and melon on a table top. 1624. Oil on panel. Signed and dated lower right: B. van der. ast. fe. 1624. 34.6 × 57 cm. Provenance: - With Abels, Cologne, circa 1950 (with the label on the reverse). - Auction Yves Siebers, Stuttgart, 16.11.2023, lot 2141. - European collection. Literature: Laurens Johannes Bol: The Bosschaert Dynasty. Painters of flowers and fruit, Leigh-on-Sea 1960, p. 78, no. 68 (as Balthasar van der Ast). ------------------------------------------------- BALTHASAR VAN DER AST (Middelburg um 1593–1657 Delft) Stillleben mit Trauben, Kirschen, Aprikosen und Äpfeln in einem Früchtekorb neben Rosen, Tulpen, Johannisbeeren und Melone auf einer Tischplatte. 1624. Öl auf Holz. Unten rechts signiert und datiert: B. van der. ast. fe. 1624. 34,6 × 57 cm. Provenienz: - Kunsthandel Abels, Köln, um 1950 (verso mit Etikett). - Auktion Yves Siebers, Stuttgart, 16.11.2023, Los 2141. - Europäischer Besitz. Literatur: Laurens Johannes Bol: The Bosschaert Dynasty. Painters of flowers and fruit, Leigh-on-Sea 1960, S. 78, Nr. 68 (als Balthasar van der Ast). Dieses farbenprächtige Stillleben zeigt eine für Balthasar van der Ast charakteristische Komposition, bei der Früchte, Insekten und Blüten kunstvoll zu einer harmonischen Einheit arrangiert sind. Besonders bemerkenswert ist die virtuose Wiedergabe verschiedener Texturen: die matte Oberfläche der Quitten, die durchscheinende Haut der roten Johannisbeeren und die fein ausgearbeiteten Flügel der schillernden Libelle zeugen von der technischen Brillanz des Künstlers. Van der Ast, dessen Werk in älteren kunsthistorischen Nachschlagewerken weitgehend unbeachtet blieb, wurde im 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Eine umfassende monografische Ausstellung in Aachen und Gotha im Jahr 2016 widmete sich seiner stilprägenden Rolle in der Entwicklung des frühen Stilllebens (siehe Ausst.-Kat. Schöner als die Wirklichkeit. Die Stillleben des Balthasar van der Ast, hrsg. von Sarvenaz Ayooghi, Sylvia Böhmer und Timo Trümper, Petersberg 2016). Der Meister war Schüler und Schwager von Ambrosius Bosschaert d. Ä. (1573–1621), der dafür bekannt ist, die flämische Tradition der Stilllebenmalerei nach seiner Ankunft in Middelburg um 1585 in die niederländische Kunst eingeführt zu haben (siehe Text zu Los 3032). 1619 wird van der Ast als Meister in der Lukasgilde in Utrecht aufgenommen, wo er sich bis 1632 niederliess, bevor er nach Delft übersiedelte und dort bis an sein Lebensende verblieb. Das hier vorliegende Werk entstand während seiner Utrechter Schaffenszeit, in der er bevorzugt Kompositionen mit Früchtekörben und floralen Elementen entwickelte. Vergleichbare Bildlösungen finden sich etwa in einem datierten Gemälde von 1622 in der National Gallery of Art in Washington (Öl auf Holz, 18,8 × 23,5 cm, Inv.-Nr. 1992.51.1). Ein besonderes Augenmerk verdient die Darstellung der berühmten rot-weiss gestreiften Tulpe "Semper Augustus" ("die immer Erhabene"), deren charakteristische Färbung sie zu einem begehrten Motiv der Zeit machte. Während der sogenannten Tulpenmanie im 17. Jahrhundert – einer Phase spekulativer Exzesse um Tulpenzwiebeln – erreichten Exemplare dieser Sorte Spitzenpreise und galten als Statussymbol.

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