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GemäldepaarDAMEN- UND HERRENPORTRAIT Öl auf Leinwand. Eine Leinwand doubliert. 84,5 x 68 cm und 83 x 68,5 cm. Wohl um 1760/65. In dekorativem Rahmen. Laut Einlieferer erfolgte eine mündliche Zuschreibung an den Künstler von Prof. Börsch-Supan, Berlin. Halbportrait einer wohl adligen Dame in glänzender feiner Robe mit Pelzbesatz und mit Spitze bedeckten tiefen Dekolletee. Um den Hals trägt sie eine farblich dazugehörige Schleife. Ihr graues Haar ist zu einer Frisur hochgesteckt, im Ohr trägt sie wertvollen Schmuck und mit ihren dunklen Augen blickt sie leicht lächelnd aus dem Bild heraus. Das Gegenstück zeigt das Halbportrait eines eleganten Herren mit grau-weißer Perücke, einer mit Pelz verbrämten türkisfarbenen Jacke und einer goldglänzenden Weste über dem weißen Hemd mit Spitze. Er hält in seiner rechten Hand einen Brief mit rotem Wachssiegel, den er leicht geöffnet hat. Mit geröteten Wangen und leuchtenden Augen blickt er aufmerksam und würdevoll aus dem Bild heraus. Feine qualitätsvolle Malerei mit besonderer Herausarbeitung der Gesichter und der Kleidung. Anmerkung: Desmarées gehört zu den bedeutendsten Portraitisten des Rokoko. Er war Schüler von Marten van Mytens d. Ä. (1648-1736) in Stockholm, später 1725 von Giovanni Batista Piazzetta (1682-1754) in Venedig. Fünf Jahre später, im Jahr 1730, wurde er von Kurfürst Karl Albrecht von Bayern, dem späteren Kaiser Karl VII, an den Münchner Hof geholt, wo er den Titel des kurfürstlichen Hofmalers erhielt. Beauftragt von zahlreichen Fürstenhöfen schuf er berühmteste Portraits des Hochadels. Werke seiner Hand sind zu sehen in mehreren Schlössern, wie Augustusburg in Brühl, Schloss Clemensruhe in Poppelsdorf sowie in der Münchner Residenz, Schloss Nymphenburg sowie in den Pinakotheken in München, Madrid und anderen Städten. (1440211) (18)