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August Wilhelm Dressler 1886 Bergesgrün – 1970 Berlin Sechs Lithografien (Graviermanier) auf handgeschöpftem Japan. Mappe mit sechs Arbeiten. Jeweils im Stein monogrammiert "WD", ein Blatt im Stein datiert. Jeweils unterhalb der Darstellung in Blei re. signiert "Aug Wilh Dressler" und li. nummeriert "8". Mit separatem Faltblatt, mit Titel, Einleitungstext und Informationen zur Mappe. Erschienen im Ottens Verlag, Berlin, 1927. Gesamtauflage 50 Exemplare. In der originalen bedruckten Leinenmappe, darin von fremder Hand in Blei bezeichnet mit Werkangaben. Mit den Arbeiten: a) "Die Anprobe". b) "Der Bettler". c) "Die Schwangere und der Tod". d) "Im Salon". e) "Liebespaar". f) "Schlafende". August Wilhelm Dressler 1886 Bergesgrün – 1970 Berlin 1900–04 Lithographenlehre in Chemnitz. Ab 1907 Studium an der Dresdner Kunstakademie bei Robert Sterl, Raphael Wehle, Osmar Schindler und Richard Müller. Wechsel an die Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe Leipzig. Nach seinem Dienst als Soldat im Ersten Weltkrieg arbeitete er zunächst in Leipzig als freischaffender Künstler, später in Berlin, dort Mitglied der Novembergruppe. 1928 erhielt er den Dürerpreis der Stadt Nürnberg und drei Jahre später ein Stipendium für einen Aufenthalt in Rom. Während des NS-Regimes gehörten seine Werke zur "entarteten Kunst", so dass er einen Lehrauftrag in den USA annahm. Nach dem Krieg war er wieder in Deutschland tätig.