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Ulrich Lindner "Gerhard Altenbourg. Dies Haus als Aufgabe". 1991.

Sold for €1,400 at Schmidt Kunstauktionen Dresden OHG on Nov 2, 2024.

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Ulrich Lindner 1938 Dresden – 2024 ebenda Gerhard Altenbourg 1926 Rödichen-Schnepfenthal – 1989 Meißen Prof. Dr. Werner Schmidt 1930 Pirna – 2010 Dresden Silbergelatineabzüge, getont. Kassette mit 14 Künstlerabzügen und einem Vorwort von Werner Schmidt. Verso u. re. in Blei signiert. Jeweils von Künstlerhand auf Untersatzkarton montiert, dieser jeweils in Blei u. re. signiert und datiert "Lindner 1991", u. li. betitelt sowie bezeichnet "e. a.". Eines von 12 Exemplaren. In der originalen Leinenkassette. Mit den Arbeiten: a) "I Das Haus" b) "II Treppe zum Erdgeschoß" c) "III Treppe zum 1. Stock" d) "IV Treppe zum 1. Stock" e) "V Flur" f) "VI Flur" g) "VII Blick aus dem Ankleidezimmer" h) "VIII Atelier" i) "IX Atelier" j) "X Atelier" k) "XI Raum im 2. Stock" l) "XII Arbeitszimmer" m) "XIII Arbeitsplatz" n) "XIV Arbeitstisch mit Stuhl" Das Mappenwerk ist in dem in Vorbereitung befindlichen WVZ Sandau registriert unter der Nummer 1991–01–00 (die einzelnen Blätter tragen die Nummern 1991–01–01 bis 1991–01–14). Provenienz: Nachlass Sammlung Prof. Dr. Werner Schmidt, Dresden. Unmittelbar nach dem Tod Gerhard Altenbourgs im Dezember 1989 übernahm Ulrich Lindner die Aufgabe, das Haus des Künstlers fotografisch festzuhalten. Der Zustand des Gebäudes, das Altenbourg als eine Art Gesamtkunstwerk eingerichtet hatte, war seitdem unverändert geblieben. Lindners Fotografien sind keine bloßen Dokumentationsbilder des Interieurs, sondern eigenständige Kunstwerke und eine Hommage an den ehemaligen Hausbewohner. Wir danken Herrn Jörg Sandau, Berlin, für freundliche Hinweise. Ulrich Lindner 1938 Dresden – 2024 ebenda 1957–62 Chemiestudium an der TU Dresden. 1963–82 Tätigkeit als Fotochemiker im Fotopapierwerk Dresden. 1978 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR. 1979 erste große Personalausstellung im Dresdner Schloss. Seit 1983 freiberuflich als Fotografiker tätig. 1995 Ausstellung im Dresdner Kupferstichkabinett. Seit 1998 ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Gerhard Altenbourg 1926 Rödichen-Schnepfenthal – 1989 Meißen Deutscher Lyriker, Maler und Grafiker. 1945–48 schriftstellerische Tätigkeit. Ab 1948 Studium an der Hochschule für Baukunst und Bildende Kunst Weimar bei H. Hoffmann-Lederer. Ab 1951 Ausstellungen in der Galerie Springer in Berlin. 1959 Teilnahme an der "documenta II" in Kassel. 1961 Erwerb einer Arbeit durch das Museum of Modern Art in New York. 1962–89 Atelier in Altenburg. 1966 Burda-Preis für Grafik in München. 1967 Preis der II. Internationale der Zeichnung in Darmstadt und im selben Jahr in Westberlin Will-Grohmann-Preis. Ab 1970 Mitglied der Akademien Westberlin und Nürnberg. 1974 schwere Augenerkrankung. 1977 Teilnahme an der "documenta VI" und Fellow of Cambridge. 1981 Retrospektive mit Werken 1949–1980 in der Galerie Oben in Chemnitz. 1987/88 umfangreiche Ausstellungen in Bremen, Tübingen, Hannover und Berlin (West). Altenbourg starb 1989 in Meißen an den Folgen eines Autounfalls. Da sich der Künstler konsequent der offiziellen Kunstpolitik der DDR widersetzte, wurde er bis in die 1980er Jahre in seinem Wirken durch Verbot und Schließung von Ausstellungen behindert. Erst zu seinem sechzigsten Geburtstag fanden Ausstellungen in Leipzig, Dresden und Berlin statt. Sein Werk umfasst über 3000 Zeichnungen und Gemälde, 1400 Grafiken, 80 Plastiken und 14 Bücher.

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