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Albrecht Adam, Der Brand von Moskau 1812

Sold for €6,200 at Auktionshaus Mehlis GmbH on May 25, 2024.

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Albrecht Adam, Der Brand von Moskau 1812 erschöpfte Soldaten in der Abenddämmerung, von einer Anhöhe auf eine brennende Stadt blickend, möglicherweise handelt es sich bei dem Gemälde um das 1830 auf der Berliner Akademieausstellung gezeigte Gemälde "Der Brand von Moskau, September 1812", welches bei Boetticher unter Werknummer 16 entsprechend gelistet ist, als Schüler des Schlachtenmalers Johann Lorenz Rugendas des Jüngeren drängte es Adam zum persönlichen Erleben des Schlachtgeschehens, was 1809 mit Teilnahme an den Schlachten von Aspern und Wagram Wirklichkeit wurde, hierzu schrieb Adam rückblickend „Mein sehnlicher Wunsch, Augenzeuge bei einer großen Schlacht zu sein, war also erfüllt. Es gab nun Stoff genug zum Nachdenken, auch zu Bildern, wenn Zeit und Umstände es erlaubten. In diesen Tagen sah ich so viele erschütternde Scenen, daß ich kein Verlangen trug, der Armee weiter zu folgen. ...“, trotzdem nahm Adam im Gefolge Napoleons Grande Armeé am Russlandfeldzug teil und wurde Zeuge des Brands von Moskau, hierzu berichtet Nagler (1835) "... Er begleitete ihn [Eugène de Beauharnais 1812] auf allen beschwerlichen Märschen und in allen Schlachten bis nach Moskau, wo er vierzehn Tage das fürchterliche Schauspiel der brennenden Stadt vor sich sah. ...", seine diesbezüglichen Erlebnisse verarbeitete Adam unter Mithilfe seiner Söhne Benno und Franz Adam 1827–33 in einem lithographischen Prachtwerk von 100 Motiven, herausgegeben unter dem Titel "Voyage pittoresque et militaire de Willenberg en Prusse jusqu‘à Moscou 1812 [dt.: Malerische und militärische Reise von Willenberg in Preußen nach Moskau 1812]", in dieser Sammlung ist auf Tafel 49 ein Motiv "Ein französischer Wachposten" enthalten, welcher identisch mit der linken Figur eines Soldaten mit Gewehr und aufgepflanztem Bajonett ist, in diesem Blatt sind neben dem einsamen Soldaten ein brennender Vorort Moskaus dargestellt, der rechts stehende Soldat im weißen Mantel ist dem Motiv "Auf dem Schlachtfeld bei Moskau am 8. September" der Serie entnommen, das vorliegende Gemälde ergänzt die Szene um weitere Militärs, Pferde und im Gras liegenden Soldaten vor brennender Stadtsilhouette jenseits eines breiten Flusses (wohl der Moskwa), fern jedes falschen Pathos und jeder heroisierenden Historienmalerei thematisiert das Gemälde eindrucksvoll alles Leid und Elend kriegerischer Auseinandersetzungen, fein lasierende Malerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "A. Adam 1829 p.", Craquelure, doubliert, alte Retuschen, gering restaurierungsbedürftig, alt gerahmt, Falzmaße ca. 43 x 54,5 cm. Künstlerinfo: bedeutender dt. Schlachten- und Pferdemaler, Zeichner und Graphiker (1786 Nördlingen bis 1862 München), Begründer einer Münchner Künstlerfamilie des 18.–20. Jh., ab ca. 1800 Kopist der Werke von Ridinger, Frey und Preißler aus der Sammlung seines kunstsinnigen Vaters, parallel entstehen Portraits, Pferdedarstellungen und militärische Szenen, gefördert durch die Fürsten von Wallerstein, ab 1803 Zeichenunterricht und erste Unterweisung in Ölmalerei durch Christoph Johann Sigmund Zwinger und Gustav Zwinger in Nürnberg, 1804–05 auf väterlichen Wunsch Konditorlehre in Nürnberg, parallel als Formschneider und Portraitmaler tätig, 1806 erste Radierungen, erscheinen bei Friedrich Campe, 1806 Aufenthalt in Augsburg und Schüler von Johann Lorenz Rugendas dem Jüngeren, gefördert vom Grafen Frohberg-Monjoy und Freiherrn von Kessling ab 1807 in München als Kopist in der Galerie und Unterweisung durch Johann Georg von Dillis, ab 01.01.1809 Abendstudium an der Münchner Akademie, 1809 als Stallmeister des Grafen Frohberg-Montjoy in den Schlachten bei Abensberg und Regensburg, 1810 in Wien, 1810 Ernennung zum Hofmaler und Reisebegleiter von Eugène de Beauharnais, des Vizekönigs von Italien und bis 1815 in Mailand tätig, von Mai bis Dezember 1812 Teilnehmer des Russlandfeldzugs bis zum Brand von Moskau, ab 1816 in München, hier Förderung durch König Maximilian I. von Bayern, 1824 Tod von Eu

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