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Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden Farbige Pastellkreidezeichnung und Gouache auf kräftigem, gelblichen Papier, vollrandig auf Malpappe montiert. Signiert "G. Kuehl" und bezeichnet "Paris" u.re. Hinter Glas ein einer goldfarbenden Stuckleiste gerahmt. Nicht im WVZ Neidhardt, siehe jedoch das nahezu motivgleiche Gemälde WVZ Neidhardt 136, heute im Museum der bildenden Künste Leipzig, InvNr. 894. Gotthardt Kuehl zog im Jahr 1879 mit 29 Jahren nach Paris. Über seinen Aufenthalt dort ist nur wenig überliefert – man weiß, dass er ein günstiges Atelier im 9. Arrondissement bezog und regelmäßig im Salon ausstellte. Seine deutsche Herkunft bereitete ihm, kurz nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges, Schwierigkeiten. Dennoch erhielt er insbesondere im Jahr 1887 für zwei großformatige Gemälde das überschwängliche Lob des Publikums, welches die Behandlung von Licht und Farbe geschätzte. Im folgenden Jahr erhielt er seine einzige Salon-Medaille. Vgl. Rachel Esner: "C''est un peintre français". Gotthardt Kuehl und die Pariser Kunstkritik, in: Gerhard Gerkens, Horst Zimmermann (Hrsg.): Gotthardt Kuehl. 1850–1915. Leipzig 1993, S. 26ff. Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden 1867 nahm Kuehl sein Studium an der Kunstakademie in Dresden bei Johann Bähr und Karl Schurig auf. Im Jahre 1870 Wechsel an die Akademie der Bildenden Künste München, Meisterschüler von Wilhelm von Diez. 1878–89 lebte er in Paris und ließ sich im Sinne des französischen Impressionismus beeinflussen. Studienreisen nach Italien und Holland folgten. Die dabei geknüpfte Bekanntschaft mit Max Liebermann prägte Kuehls künstlerisches Schaffen nachhaltig. 1892 Gründungsmitglied der Münchner Sezession. 1893 kehrte Kuehl nach Dresden zurück und wurde dort 1895 Professor an der Kunstakademie. 1902 Beteiligung an der Gründung der Künstlervereinigung "Elbier".