Appraisily Check my item

Auction sale reference

Pol Cassel "Sommer mit schlafendem Ra". Wohl 1926.

Sold for €5,000 at Schmidt Kunstauktionen Dresden OHG on Mar 2, 2024.

Pol Cassel "Sommer mit schlafendem Ra". Wohl 1926. auction lot image

Have one like this?

Upload a photo for a free check of what yours may be worth.

Lot description

Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinau, UdSSR Öl und Tempera über Grafit auf grober Leinwand. Unsigniert. Verso auf der u. Keilrahmenleiste zweifach mit dem Nachlass-Stempel "P. Cassel" sowie der handschriftlichen Bestätigung des Sohnes Constantin Cassel in Kugelschreiber "Arbeit meines Vater [sic!]! Pol Cassel / Cassel" versehen. In einer silberfarbenen Leiste gerahmt. Die Arbeit ist in dem in Vorbereitung befindlichen WVZ Diegelmann registriert. Provenienz: Deutsche Privatsammlung; Kunstausstellung Kühl, Dresden; Nachlass des Künstlers. Ausgestellt in: Pol Cassel. 1892 – 1945; Malerei, Grafik. Ausstellung Kunstausstellung Kühl, 15.3. – 25.4.1992. Dresden, 1992. Abgebildet im Hintergrund der Fotografie von Franz Fiedler "Susanna Cassel mit Ra im Atelier", 1926, in: Pol Cassel. Ein Dresdner Maler der Klassischen Moderne. Ausstellungskatalog. Pirna, Altenburg. 2005. S. 24, sowie auf einer weiteren Fotografie von Franz Fiedler aus dem Jahr 1926, mit dem Porträt Susanna Cassels, welches im Steinbruchhaus entstand. Wir danken Franz-Carl Diegelmann, Zürich, für freundliche Hinweise sowie die zur Verfügung gestellten Fotografien. Pol Cassel zeichnet sich insbesondere durch seinen naiven Malstil aus, der über starke Lokalfarbigkeit und kindliche Direktheit wirkt. Verbunden mit diesem Stil, dem sich im beginnenden 20. Jahrhundert viele Künstler widmeten, war der Wunsch nach Natürlichem und Einfachem. Das vorliegenden Gemälde zeigt Cassels schlafenden Sohn Ra vor einem strahlend blauen Himmel und einem Strauß Blumen, die Leichtigkeit und Unbeschwertheit suggerieren. "Sowohl Cassels Betonung des subjektiven Erlebens als auch in seinem naturnahen Lebensstil im Steinbruch bei Wehlen liegt jene Suche nach Ursprünglichkeit zugrunde, die auch den Malern der "Brücke" Antrieb war. Kunst und Leben sind in einem utopistischen, zivilisationskritischen Sinne als Einheit begriffen. Cassels Zeitgenossen hat die Schlüssigkeit der Widerspiegelung seines Lebensalltags in seiner Kunstproduktion ganz direkt beeindruckt, ohne dass sie darin eine inszenierte Naivität sahen." (zitiert nach Birgit Dalbajewa: "Der eigenwillige Paul Cassel". Eine Betrachtung von drei Gemälden, in: Pol Cassel. 1892–1945. Ein Dresdner Maler der Klassischen Moderne, Ausstellungskatalog Stadtmuseum Pirna, 29. Januar – 29. März 2005 / Lindenau-Museum Altenberg 18. Juni – 28. August 2005, S. 58.). Abb.: Franz Fiedler, Susanna Cassel im Steinbruchhaus, 1926. Leni Junghans, Ra im Garten des Steinbruchhauses, 1925. Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinau, UdSSR Eigentlich Paul Cassel. 1907–09 Besuch der Kunstgewerbeschule in Erfurt, 1909–14 Studium an der Kunstgewerbeschule Dresden bei Naumann und Guhr. Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Danach Anschluss an den Freundeskreis um Conrad Felixmüller, Otto Griebel, Otto Dix und Elfriede Lohse-Wächtler. 1921 Übersiedlung mit seiner Familie von Dresden nach Wehlen. 1925, 1926, 1929 und 1933 Ausstellungen in der Galerie "Neue Kunst Fides" in Dresden, 1926 Ausstellungsbeteiligung an der Internationalen Kunstausstellung Dresden. Gründungsmitglied der "Dresdner Sezession 1932". 1933 als "entartet" verfemt, Malverbot. Lebensunterhalt durch Arbeit im Steinbruch. 1944 Einberufung zum Kriegsdienst, verstarb in sowjetischer Gefangenschaft.

Do not price your object from one auction record.

A signed appraisal checks whether this sale is truly comparable to your item before you sell, insure, donate, or divide an estate.

Get an expert appraisal