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ARKADISCHE LANDSCHAFT MIT FELSEN, BURG AM UFER UND FIGURENSTAFFAGE Öl auf Leinwand. 74 x 93,5 cm. Das Bildthema, die Malweise und die Figurendarstellung des Gemäldes dem Gesamtwerk des Malers. Glauber war laut den Quellen Sohn des Naturwissenschaftlers Rudolph Glauber; auch die Geschwister Diana und Johann Gottlieb widmeten sich der Malerei. Als Schüler des Nicolaes Berchem beschäftigte er sich zunächst mit italianisierenden Landschaften für die Amsterdamer Gesellschaft. Nach einem Aufenthalt in Paris bei dem Kunsthändler und Blumenmaler Picart zog er weiter nach Lyon und schließlich nach Rom, wo er sich zwei Jahre aufhielt, was seinen Stil wesentlich prägen sollte. Weitere Stationen waren Venedig, Padua, Hamburg und Kopenhagen. Alle diese Stationen hinterließen Eindrücke für seine Malerei, wobei – wie in vorliegendem Gemälde zu sehen – er durch sein Interesse an der Kombination von Landschaft und antiker Figurenstaffage bereits früh das erst später so gängig gewordene Sujet der „arkadischen Landschaft“ aufgegriffen hatte. Die ideale Vorstellung des einfachen, friedlichen Lebens in unberührter Landschaft drückt sich auch in diesem Bild aus. Ziegen unter Bäumen an einem Hang, die beiden antiken Hirten mit Hund und Esel im Vordergrund sind als derartige Versatzstücke zu sehen, wie wir sie noch weit später in der Malerei von Nicolas Poussin und der Romantik wiederfinden. A.R. (1380952) (11)