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Gotthardt Kuehl, Dresden – Blick auf die Orgel der Kreuzkirche. 1903.

Sold for €3,000 at Schmidt Kunstauktionen Dresden OHG on Nov 4, 2023.

Gotthardt Kuehl, Dresden – Blick auf die Orgel der Kreuzkirche. 1903. auction lot image

Lot description

Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden Alfred Sittard 1878 Stuttgart – 1942 Berlin Öl auf gelblicher Malpappe. In Grafit signiert "G. Kuehl" und ausführlich datiert "21/6/3" u.Mi. Fest im originalen Goldschnitt-Passepartout klebemontiert und hinter Glas im originalen, goldfarbenen Stuckrahmen mit verzierten Ecken gerahmt. Nicht im WVZ Neidhardt. Provenienz: Süddeutscher Privatbesitz, Nachlass Alfred Sittard, 1903–1912 Organist an der Kreuzkirche Dresden. Wenngleich Gotthardt Kuehl im Laufe seines künstlerischen Schaffens zahlreiche Kircheninterieurs, u.a. in Hamburg, München, Lübeck, Überlingen und Salzburg gemalt hat, bleibt doch die Innenansicht der Dresdner Kreuzkirche in seinem Œuvre bislang singulär. In engem Bildausschnitt zeigt Kuehl hier in nahezu völliger Auflösung der Formen in Farbflächen und stark bewegtem Pinselduktus die 1898–1901 errichtete Jehmlich-Orgel, welche nach Einsetzen der "Deutschen Orgelbewegung" in den späten 1920er Jahren aufgrund ihres spätromantischen Klangstils bereits als überholt galt. Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden 1867 nahm Kuehl sein Studium an der Kunstakademie in Dresden bei Johann Bähr und Karl Schurig auf. Im Jahre 1870 Wechsel an die Akademie der Bildenden Künste München, Meisterschüler von Wilhelm von Diez. 1878–89 lebte er in Paris und ließ sich im Sinne des französischen Impressionismus beeinflussen. Studienreisen nach Italien und Holland folgten. Die dabei geknüpfte Bekanntschaft mit Max Liebermann prägte Kuehls künstlerisches Schaffen nachhaltig. 1892 Gründungsmitglied der Münchner Sezession. 1893 kehrte Kuehl nach Dresden zurück und wurde dort 1895 Professor an der Kunstakademie. 1902 Beteiligung an der Gründung der Künstlervereinigung "Elbier". Alfred Sittard 1878 Stuttgart – 1942 Berlin Schüler seines Vaters, des Musikpädagogen und Musikwissenschaftlers Josef Sittard (1846–1903), des Hamburger Petri-Kantors Wilhelm Köhler-Wümbach (1858–1926) und des Petri-Organisten Carl Armbrust (1849–1896). 1896 und 1897, noch als Primaner des Johanneums, Übernahme des Amts als Petri-Organist. 1897 – 1901 Studium am Konservatorium Köln bei Friedrich Wilhelm Franke, Franz Wüllner und Isidor Seiß. 1901/02 Volontär-Dirigent am Hamburger Stadttheater. 1902 Mendelssohn-Preis für Komposition. 1903 Organist der Kreuzkirche Dresden, 1912 Organist Kirche Sankt Michaelis in Hamburg. 1925 Berufung als Professor für Orgelspiel an die Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin. Ab 1933 zudem Direktor des Staats- und Domchors Berlin.

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