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REINHARD MINKEWITZ (geb. 1957 in Magdeburg, tätig in Leipzig) Der Strahl, 2008 Ritzung und Öl auf Holzplatte mit geschliffenem Kreidegrund, 120 x 60 cm, gerahmt, rechts unten signiert und datiert. Zuletzt ausgestellt im Schloss Hartenfels Torgau/Elbe vom 25. November 2017 bis 5. Mai 2018 in der Ausstellung „Reinhard Minkewitz. Der Raum gedehnt". Minkewitz, in Magdeburg geboren und in Berlin aufgewachsen, besuchte die Kunsthochschulen in Leipzig und Dresden. Er absolvierte sein Meisterschüler-Studium bei Prof. Gerhard Kettner an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und nahm 1990 die Lehrtätigkeit für figürliche Zeichnung und Aktzeichnung im Fachbereich Malerei/Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig auf. Er lebt und arbeitet freischaffend in Leipzig. Minkewitz arbeitet zeichnerisch, es ist der Weg zur Linie, der ihn in seiner Arbeit primär beschäftigt. Der zeichnerische Duktus dominiert auch das vorliegende Gemälde von 2008. In diesem befindet sich „ein androgynes Wesen [...] in einem Schwebezustand. Der Körper, in Lineaturen eher kristallin umrissen, gleitet von einer imaginären Kraft angezogen in einer Aufwärtsbewegung durch den Bildraum, der in seiner blauen, offenen Farbstruktur eine Tiefe erahnen lässt. Der tief im Nacken ruhende Kopf, die geöffneten Hände und der jeder Spannung bare Körper hat sich anscheinend einer anderen Kraft überlassen. Das Schweben erinnert an den Flug einer Daunenfeder. Blendet man diesen profanen Bezug aus, stellt sich ein von Hoffnung geprägtes Bild ein, eben das der Seele, die den Körper verlässt." Minkewitz' Menschendarstellungen gehen mit einer Entkörperlichung und Entpersonalisierung einher, er gibt der Schwerelosigkeit und der Unendlichkeit des Raumes ein Bild. (Schmidt, Hans-Werner: Reinhard Minkewitz - Choreograph der Linie, in: Ausstellungskatalog Reinhard Minkewitz. Der Raum gedehnt, Leipzig 2017, S. 20 f.).