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WALTER ARNOLD (1909 Leipzig - 1979 Dresden) Am Wasser, 1946 Terrakotta, 35 x 23 x 30 cm. Provenienz: Privatbesitz Sachsen Als Sohn eines Leipziger Steinmetz geboren, absolvierte Walter Arnold zwischen 1924 und 1928 eine Ausbildung als Holz- und Steinbildhauer. Dann studierte er an der Leipziger Kunstgewerbeschule bei Alfred Thiele und war ab 1933 freischaffend tätig. Im Zweiten Weltkrieg war er Soldat und geriet in Kriegsgefangenschaft, er war in einem Lager in Bad Kreuznach interniert. Nach dem Ende des Krieges nahm er seine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) auf und trat der SED bei. Drei Jahre später wurde er Professor an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, eine Stelle, die er 21 Jahre innehatte, bevor er 1970 für weitere vier Jahre an die HGB zurückkehrte. Von 1958 bis 1964 war Arnold als Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler Nachfolger von Otto Nagel. Er schuf unter anderem das Denkmal für Opfer des Faschismus auf dem Leipziger Südfriedhof (1949). Arnolds studienhaften, anmutigen Akt-Kleinplastiken wie der abgebildete lobpreisen die weibliche Schönheit und bejahen das Dasein an sich. Neben dieser vorherrschenden Thematik setze er sich auch mit Porträts auseinander. In seinen Terrakotten „spürt man sein Streben nach einer Synthese zwischen dem Klassischen schlechthin und den Erkenntnissen unserer Zeit, ihren Empfindungen und Themen. Tradition und Neuerertum durchdringen sich, ohne daß hierbei das eine auf Kosten des anderen zu kurz käme. Die ruhige Geschlossenheit der plastischen Form soll ebenso erhalten bleiben wie die strenge Statik. Mit spezifisch plastischen Ausdrucksmitteln versucht er den neuen Inhalten fern von jeder illustrativen Tendenz die künstlerisch wirksamste Aussageform zu geben. Das zeitgenössische Gewand tritt hierbei wohl schon als funktioneller Bestandteil der künstlerischen Gliederung auf, verharrt aber des öfteren noch in einer nicht zu übersehenden Zufälligkeit, einem gewissen Ungefähr. Skizzenhaft deutet sich erst jene Wechselwirkung von Körper und Gewand an, bei der das Detail zur Interpretierung des Ganzen beiträgt. Hieraus erklärt sich auch der Umstand, warum er vorerst noch das Kleinformat für Figuren dieser Art bevorzugt, an ihnen gleichsam experimentell gerade diese Frage zu klären sucht. Es ist ein ernstes intensives Ringen um die Möglichkeit einer neuen realistischen Gestaltung." (Jähner, Horst in: Ausst.kat. Walter Arnold. Ausstellung zu seinem 50. Geburtstag Berlin 1959).