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Manfred Kastner (Beerkast) "Ein schöner Tag". 1970.

Sold for €12,000 at Schmidt Kunstauktionen Dresden OHG on Mar 25, 2023.

Manfred Kastner (Beerkast) "Ein schöner Tag". 1970. auction lot image

Lot description

Manfred Kastner (Beerkast) 1943 Gießhübel/Nordböhmen – 1988 Juliusruh auf Rügen Öl auf Leinwand. Verso auf der Leinwand signiert "Beerkast", ausführlich datiert "April ''70" und betitelt. In einer schwarz gefassten Holzleiste gerahmt. Vgl. motivisch das Gemälde "Rote Architektur", wohl 1967, Öl auf Leinwand, 85 x 105 cm, abgebildet in: Kastner, Sylvia, Kunze, Rudolf: Manfred Kastner. Malerei 1965–1988. Schwerin, 1997. S. 19 (ohne Seitenangabe). "Schon in den frühen Werken der Malerei und Druckgrafik formte sich sein spezifisches Gestaltungsprinzip heraus: Objekte in magischer Suggestivität und intensiver Farbigkeit, die durch ihre phantastisch-verfremdende Wirklichkeitsinterpretation den Betrachter zur intensiven Auseinandersetzung herausfordern. Er schuf eine ''meditative Kunst'', deren interpretatorische Vieldeutigkeit ein bewußt angewandtes Prinzip war.(…) Produktiv setzte er sich mit der Pittura metafisica (Giorgio de Chirico), dem Surrealismus (Salvador Dalí, Paul Delvaux, Max Ernst), aber auch mit phantastischen Momenten im Werk Hans Grundigs der 30er Jahre auseinander. (…) Kastners Motivgruppen der ''Einzelarchitekturen'' in unendlichen, überschaubaren Geländeformationen und der geheimnisvoll verrätselten Bauwerke mit kasemattenartigen Unterkronstruktionen (…) stehen als Gleichnis der Isolierung des Individuums angesichts einer zunehmend gefährdeten Umwelt, aber auch als philosophische Fragestellung nach der Sinngebung menschlichen Seins und Handelns". (zitiert nach: Sylvia Kastner, Rudolf Kunze u.a. (Hrsg.): Manfred Kastner. Malerei 1965–1988. Juliusruh, 1997. S. 4.) Manfred Kastner (Beerkast) 1943 Gießhübel/Nordböhmen – 1988 Juliusruh auf Rügen Autodidaktischer Maler und Bildhauer des Surrealismus in der DDR. 1958 Lehre als Dreher, anschließend bis 1962 auf der Volkswerft Stralsund tätig. Beschäftigung mit Zoologie, Ornithologie, Naturfotografie. Bis 1970 als Präparator am Stralsunder Meeresmuseum. 1970–74 Ausstattungsleiter und Bühnenbildner am Stralsunder Theater. Später freischaffend als Maler und Grafiker in Stralsund, ab 1985 in Juliusruh ansässig. Entsprechend der Diskrepanz seiner Arbeiten gegenüber der offiziellen Kulturpolitik der DDR wurde er als "sozialismusfeindlich" eingestuft, schikaniert und verfolgt. Kastner kam 1988 bei einem Autounfall ums Leben.

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