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Kloster Arnsburg. - Antoni, Antonius. Monialium investiturae, professionis, ac iubilae, nec non abatissarum electionis ordo ex industria visitatoris Antonii Antoni decore candet. Conscripsit P. Ruthardus Schleicher. Lateinisch-deutsche Handschrift auf Papier von mehreren Händen in schwarzer und roter Tinte. 2 nn. Bl., 158 hs. paginierte S. 14-25 Zeilen. Schriftraum: ca. 17 x 13,5 cm. Format: 21,5 x 17,5 cm. Mit koloriertem Titelblatt mit Wappendarstellung, einigen Quadratnotationen und über 70 kleinen farbigen Textillustrationen. Dunkelroter Maroquinband d. Z. (berieben, oberes Kapital defekt) mit floraler RVergoldung, flächendeckender ornamentaler Goldprägung auf beiden Deckeln, Vorderdeckel mit den Besitzerinitalen "R.D.A.A.A.A.L." und dem Bindejahr "1728", Stehkantenbordüre sowie Goldschnitt in Lederschuber d. Z. (stärker berieben, teils alt restauriert). Kloster Arnsburg 1728. -- Kalligraphisches Kompendium der offiziellen Ordensgelübde und Regularien, wie sie im Zisterzienserkloster im hessischen Arnsburg und den angeschlossenen Töchterklöstern während der Amtszeit von Abt Antonius Antoni (1676-1746) zwischen den Jahren 1714 bis 1745 zu unterschiedlichen Anlässen in Gebrauch waren, kopiert von dem sich auf dem Titel nennenden Mönch Ruthardus Schleicher, der ein Jahrzehnt nach Entstehung der Handschrift von 1737 bis 1748 als Propst in der Zisterzienserinnenabtei Kloster Marienschloß wirkte. Die Handschrift gliedert sich in folgende sechs Abschnitte: I. "Ordo ad recipiendum Novitias secundum morem sacri Ordinis nostri cisterciensis. 1728" (S. 1-32). - II. "Ordo professionis monialium in capitulo" (S. 33-44). - III. "Ordo professionis monialium in ecclesia" (S. 45-74). - IV. "Ordo celebrandi iubilaeum Iuxta ritum sacri ordinis Cisterciensis" (S. 75-98). - V. "Forma eligendi Abatissam juxta ritum sacri ordinis Cisterciensis" (S. 99-138). - VI. "Ordo Professionis monialium in Ecclesiam quando concurrit cum investituram Novitiarum" (S. 139-158). -- Das von drei Engeln flankierte, von Mitra und zwei Bischofsstäben geschmückte vierteilige Wappen auf dem Titel zeigt im unteren linken Feld den Arnsburger Adler, diagonal über den Wappenschild verläuft der geschachtete Zisterzienserbalken (hier in den Farben Schwarz und Gelb), im Zentrum des Wappenschildes die Darstellung eines Schwans, dem Wappentier des Abtes Antonius. Die etwas volkstümlichen Illustrationen zeigen wiederholend Mitra, Bischofsstab, Aspergill, Aspersorium, Engel, Kreuz etc. – Etwas fingerfleckig, vorderes Innengelenk angeplatzt.