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KIRCHENINTERIEUR MIT FIGUREN Öl auf Leinwand. Doubliert. 38 x 33 cm. Links unten auf Säule signiert und datiert. In dekorativem Rahmen. Blick von leicht erhöhtem Standpunkt auf den Innenraum einer großen gotischen Kirche mit prachtvollem, architektonisch fein ausgearbeitetem Rippengewölbe. Auf den rechteckigen braunen Steinfliesen des Bodens, in den zudem Grabplatten eingelassen sind, mehrere Figuren im Gespräch, darunter mehrere edel gekleidete Männer und eine Dame in langem schwarzem Gewand, in Begleitung eines neben ihr stehenden jungen Knappen. Der Blick, durchgehend in der Mitte, fällt auf einen großen Altar mit davor befindlichen weiteren Figuren. An den Seiten durch die hohen schmalen Säulen teils verdeckte Seitenaltäre, zudem führt nach links durch einen Spitzbogen eine Treppe nach oben, vor deren unterem Aufgang ein junges Paar im Gespräch steht. Streng angelegte, geometrisch genaue Malerei in überwiegend beige-brauner Farbigkeit, aufgelockert durch einige rote, grüne und blaue Kleidungsstücke der Figuren. Links unten kleine Farbabsplitterung. Der Künstler besuchte ab 1766 die Akademie der Gemäldegalerie in Salzdahlum, wo er unter Ludwig Wilhelm Busch (1703-1772) arbeitete. 1769 ging er nach Frankfurt am Main, wo er Aufnahme in die Werkstatt von Christian Georg Schütz d. Ä. (1717-1791) fand. Er lernte den Schweizer Architekturmaler Johann Vögelin kennen, der ihn für das Genre begeisterte, sodass sich Morgenstern ab diesem Zeitpunkt fast ausschließlich mit der Kirchenmalerei betätigte. (1291391) (18)