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Lot description
Spreebrücke mit Kähnen und Schleppern Kohle auf Transparentpapier. 1922. 25,9 x 31,1 cm. Unten rechts mit Kohle signiert "Johan", datiert und schwer leserlich bezeichnet "Berlin" (?) sowie mit Bleistift abermals datiert. Ab 1921 kommt Johan ans Bauhaus in Weimar, auf Anraten des ebenfalls aus dem südungarischen Pécs stammenden Architekten Alfréd Forbát, der bei Walter Gropius im Atelier arbeitet. Er zählt zu einer Gruppe ungarischer Studenten, von denen László Moholy-Nagy und Marcel Breuer zu den bekanntesten zählen. Bis 1919 ist er nur nebenberuflich und überwiegend autodidaktisch künstlerisch tätig, stellt aber bereits seit 1917 gemeinsam mit der expressionistischen Gruppe des modernen Künstlerkreises von Pécs aus. Mit den Künstlerfreunden Farkas Molnár und Henrik Stefán reist Johan 1921 nach Italien und formuliert anhand toskanischer Landschaftsdarstellungen seine charakteristische kubistisch-expressionistische Formensprache aus. Nach etwas mehr als einem Jahr am Weimarer Bauhaus zieht Johan 1922 nach Berlin, arbeitet einige Zeit im Atelier von César Klein, anschließend beim Glasmaler Gottfried Heinersdorf. Während dieser Zeit zeichnet er unsere delikate, detailreiche Berliner Ansicht, die das geschäftige Treiben auf der von sommerlich tiefem Wasserstand gezeichneten Spree einfängt. Éva Bajkay, Budapest, ist die Arbeit bekannt. - Provenienz: Hessischer Privatbesitz - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.