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Petrus, Comestor: Historia scholastica. Basel, Johann Amerbach, 25.XI.1486.

Sold for €6,500 at Bassenge Auctions on Apr 13, 2021.

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Das Donau-Eschinger-Exemplar -- Petrus Comestor. Historia scholastica. 299 nn., 1 w. Bl. 2 Spalten. 48 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 21,6 x 13,8 x cm. Format: 28,6 x 20,5 cm. Mit Initialspatien. Blindgeprägtes Kalbsleder d. Z. (mit nur geringen kleinen Fehlstellen und Löchlein, Deckel beschabt und berieben; Rücken und Gelenke komplett erneuert) über schweren, abgefasten Holzdeckeln mit 10 durchbrochenen gehämmerten Messingbeschlägen mit 8 Rund- und 2 Flachbuckeln (Mittelstück) sowie 2 intakten Schließen an 6 (4 punzierten) Messingbeschlägen (Schließbänder leicht brüchig). Basel, Johann Amerbach, 25.XI.1486. -- Hain 5537. Hain-Copinger 5535. GW 32164. Goff P-465. Proctor 7572. Pellechet 3882. Bodleian P-189. Deckert 506. Ernst I/2, 51. Finger 780. Günther 212. Hubay 1612. Kaufmann-Nabholz 412. Madsen 3159. Oates 2773. Sack 2769. Schlechter-Ries 1444. -- Sack 2769. BMC III, 749. BSB-Ink P-306. UBL-Ink P-119. CIBN P-226. CBB 3093. CIH 2618. IBE 4532. IBP 4321. IDL 3597. IGI 7627. ISTC ip00465000. – Erste Baseler, insgesamt achte Ausgabe der "Historica Scholastica" des Petrus Comestor (1100-1179), die um 1170 entstanden und erstmals 1473 in Augsburg bei Günther Zainer gedruckt worden war (Hain 5531). Comestor war Dekan seiner Heimatkriche Troyes, wurde 1164 Kanzler in Paris und Magister der Theologie, zuletzt Regularkanoniker in St. Viktor. -- -- Nach einer Vermutung der British Library wurde das Werk von einem anderen Drucker mit Amerbachs Typen gedruckt. Die Historia Scholastica ist ein biblisches Lehrbuch der Weltgeschichte. Petrus Comestor beginnt seine Erzählung mit der Schöpfungsgeschichte und setzt sie fort bis zu den Ereignissen aus der Apostelgeschichte. Als Quellen dienen ihm sowohl die Bibel als auch Schriften weltlicher Autoren, besonders Flavius Josephus bezüglich des Anfangs der Evangelien. Hinweise aus Geographie, Kosmologie, Philosophie, Theologie, Etymologie usw. bilden einen Kommentar zur Heiligen Schrift. Es ist "eine populärtheologisch gehaltene, mit vielseitigem Wissen erarbeitete Darstellung der gesamten biblischen Offenbarung, im ganzen Mittelalter das Hauptwerk der biblischen Geschichte, weit verbreitet, mehrfach übersetzt, öfters kommentiert, von Einfluß auf Literatur und Kunst" (LThK VIII, 156). – Titel und die letzten Blätter etwas angeschmuttz, Ränder teils leicht wasserfleckig, sonst sauberes, breitrandiges Exemplar. Titel und zwei Blätter mit zeitgenössischem Besitzvermerk eines Andreas Kleiber, Priester in Hohburg, Titel mit dem Stempel der "F. F. Bibliothek Donaueschingen". Das weiße Schlussblatt ist etwas knittrig. Besondere Aufmerksamkeit verdient der hübsche zeitgenössische Prägeband, auf dem Vorderdeckel oben mit blindgeprägter Datierung "ano. dni. lxxxviii". Geschmückt mit Herzpalmetten-Stempel, quadratischen Rosenstempeln, Rautenranken mit Zirbelnuss-Stempel sowie geschwungenen Schriftbandstempel "Maria".

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