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Lot description
Oil on canvas. Monogrammiert u.li. "W.J.". Im hochwertigen schwarzen Modellrahmen mit versilberter Sichtleiste. Wir danken Frau Jutta Penndorf, Altenburg, fuer freundliche Hinweise. Die beschwerliche Arbeit des Lastentraegers hat Walter Jacob in diesem Kabinettformat thematisiert. Was wir von dem Dargestellten erfahren, bleibt aber an der Oberflaeche - duldsam scheint er seine Pflicht zu tun. Er blickt uns nicht an, sondern haelt den Kopf gesenkt in seiner unbequemen Haltung. Doch zeigt dieser Atlas der Modernen Zeit nicht die Anstrengung, die es bedeutet einen solchen Sack mit den Haenden zu transportieren. Der wievielte ist es heute schon? Jacob wurde schon frueh fuer seinen expressiven und ungestuemen Schaffensdrang, der zu Beginn der Zwanziger noch eine Richtung suchte, gelobt. Gegen Mitte des Jahrzehnts kann man lesen, dass er "allmaehlich eine ihm persoenlich eigene Note" entwickelte. Da ist der Weltkriegsveteran Anfang Dreissig, viel besprochen und in zahlreichen Ausstellungen mit von der Partie. Zumeist stellt er neben Gemaelden auch Holzschnitte aus, die wiederum einen Zugang zur Auffassung des "Lastentraegers" liefern, der den engen Raum des Leinwandgevierts schier zu sprengen scheint. Durch ein subtiles Farbenspiel von Blau und Violett im Schwarz - wie man es auch vom Selbstbildnis von 1925 kennt - ergaenzt Jacob die grafische Struktur dieses stillen Titanen, der im naechsten Moment gleichmuetig an uns vorbei gezogen sein wird.